2019

Präsentation der ersten Version des RIESGOS Multi-Risiko Informationssystem Demonstrators

11.12.2019

Vom 18. bis 29. November 2019 wurde in Peru und Ecuador die erste Version des RIESGOS Demonstrators für ein Multi-Risiko-Informationssystems präsentiert. Zwei Jahre hat das deutsche Projektteam zusammen mit Partnern aus den Partnerländern Chile, Peru und Ecuador an der Entwicklung gearbeitet. Während der gesamten Projektlaufzeit erfolgt ein enger fachlicher Austausch mit Behörden sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen aus dem Bereich Katastrophenschutz. So wird sichergestellt, dass die Anforderungen der potenziellen Nutzer und ihr Feedback erfasst und integriert werden. Zentrales Element des Informationssystems sind webbasierte Dienste, die einen offenen und flexiblen Zugriff auf dezentrale Daten- und Rechendienste ermöglichen.

Die Nutzerworkshops auf nationaler und lokaler Ebene dienten dazu, den Demonstrator einem Praxistest hinsichtlich Handhabung, Nutzbarkeit und Informationsgehalt zu unterziehen. Das Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung des Demonstrators ein. Neben den technischen Vorführungen wurden auch bilaterale Termine vereinbart, um die Kooperation zu stärken und die gemeinsamen Forschungsaktivitäten abzustimmen.

Während der praktischen Übung mit dem Demonstrator (Bildrechte: DLR e.V.)

Während der praktischen Übung mit dem Demonstrator (Bildrechte: DLR e.V.)
Gastwissenschaftlerbesuch von IG-EPN (Ecuador) zur Technischen Universität München (TUM) und zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

31.10.2019

Dr. Daniel Andrade vom Instituto Geofísico de la Escuela Politécnica Nacional (IG-EPN) in Quito besuchte vom 15. - 26.10.2019 die Technische Universität München (TUM) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Gastwissenschaftler im RIESGOS Projekt. Das IG-EPN ist zuständig für die Beurteilung der seismischen und vulkanischen Gefahren in Ecuador.
Zu Beginn seines Aufenthalts nahm Daniel zusammen mit Theresa Frimberger (TUM) an der dreitägigen Konferenz „Early warning systems for debris flows“ in Bozen teil. Daniel und Theresa forschen zum Thema Lahare (Murgänge) am Cotopaxi und die Konferenz bot ihnen eine ideale Plattform, um sich mit internationalen Kollegen zum aktuellen Stand der Forschung auszutauschen.
Anschließend folgte ein zweitätiger Workshop am DLR, der sich auf die Implementierung des Webservices „Ascheverbreitung“ in den RIESGOS Demonstrator konzentrierte. Dieser Webservice soll vom IG-EPN gehostet werden und bezieht bereits probabilistische Gefahrenkarten des IG-EPN, welche nun im Rahmen der Demonstrator-Präsentation im November 2019 in Ecuador vorgestellt werden.
Während seines Aufenthalts am Fachgebiet für Hangbewegungen der TUM fand ein intensiver Austausch zu den Lahar-Modellierungen der TUM statt und Daniel stelle aktuelle Kartierungsarbeiten und Radar-Messungen des IG-EPN vor, die im Bereich der Vulkanflanke des Cotopaxi durchgeführt wurden. Zum Abschluss hielt Daniel noch einen Vortrag zum Thema „Lahars at Ecuadorian volcanoes: overview of the hazards and monitoring strategies“ in der Seminarreihe „Frontiers in Earth Sciences“ vor zahlreich versammelten Studenten und Dozenten der LMU und TU München.

Posterpräsentation während der Konferenz „Early warning systems for debris flows“ in Bozen (Bildrechte: TUM)

Posterpräsentation während der Konferenz „Early warning systems for debris flows“ in Bozen (Bildrechte: TUM)

Im Seminar „Frontiers in Earth Sciences“ präsentiert Daniel Andrade seine Forschung zu Laharen an ecuadorianischen Vulkanen (Bildrechte: TUM)

Im Seminar „Frontiers in Earth Sciences“ präsentiert Daniel Andrade seine Forschung zu Laharen an ecuadorianischen Vulkanen (Bildrechte: TUM)
RIESGOS Jahrestreffen 2019

07.10.2019

Vom 7. bis 8. Oktober 2019 findet das zweite Jahrestreffen des Projektes RIESGOS statt. Seit fast zwei Jahren arbeitet das RIESGOS Team an der Forschung und Entwicklung wissenschaftlicher Methoden, um komplexe Wechselwirkungen in der Multi-Risikoanalyse besser zu verstehen und so künftigen Naturkatastrophen vorzubeugen. Neben der Vorstellung und Diskussion der Arbeitsergebnisse aller Verbundpartner, steht die Präsentation der ersten Demonstrator Version für ein Multi-Risiko-Information-System im Vordergrund des zweitägigen Treffens. Das diesjährige Jahrestreffen stellt einen wichtigen Meilenstein in RIESGOS dar, denn danach werden die Arbeiten in Nutzerworkshops vor Ort in Chile, Ecuador und Peru präsentiert und gemeinsam mit den südamerikanischen Forschungspartnern die nächsten Forschungs- und Entwicklungsschritte abgestimmt.

Gruppenbild der RIESGOS-Partner beim Jahrestreffen 2019 im Earth Observation Center des DLR in Oberpfaffenhofen (Bildrechte: DLR e.V.)

Gruppenbild der RIESGOS-Partner beim Jahrestreffen 2019 im Earth Observation Center des DLR in Oberpfaffenhofen (Bildrechte: DLR e.V.)
CLIENT II Konferenz 2019

18.09.2019

Am 17. und 18. September 2019 fand in Berlin die erste CLIENT II Konferenz statt. Ziel der Veranstaltung war der fachliche Austausch mit Projekten, die regionale Vernetzung sowie Anregungen für die eigene Projektumsetzung und den Markttransfer zu erhalten.

Das vielseitige und interaktiv ausgerichtete Programm mit Paneldiskussionen, Themenworkshops, Poster-Präsentationen und einem Markplatz ermöglichte einen regen Austausch mit ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Erfahrungen aus dem Projekt RIESGOS wurden im Panel zu „Einblicken in die Projektarbeit und lessons learnt“ durch Dr. Elisabeth Schöpfer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) diskutiert. Im Themenworkshop „Naturrisken“ tauschte man sich zu Herausforderungen in der Projektarbeit und möglichen Lösungsansätzen aus. In diesem Kontext wurden diverse Unterstützungsangebote für die Projektumsetzung vorgestellt. Eine Übersicht aller CLIENT II Projekte sind auf der CLIENT II Webseite zu finden.

RIESGOS präsentiert sich auf der Geospatial Sensing Conference 2019

05.09.2019

Für drei Tage trafen sich bei der Geospatial Sensing Conference 2019 in Münster Entwickler, Forscher und Nutzer, um aktuelle Entwicklungen im Gebiet Geoinformationen/Fernerkundung zu besprechen. Eine aktive Forschungs- und Entwicklungsgemeinschaft arbeitet an neuen Methoden zum Teilen, Managen, zugänglich Machen, Analysieren und Visualisieren von Geoinformationen.

Nico Mandery vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) stellte hier die RIESGOS Architektur als ein Beispiel einer OGC-konformen, verteilten Anwendungsstruktur vor.

RIESGOS Entwicklungssprint

26.08.2019

Eine Woche lang trafen sich Entwicklerinnen und Entwickler des Projektes RIESGOS am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen um in einem sogenannten Entwicklungssprint ihre Arbeiten an der ersten Version des Demonstrators zu synchronisieren.

Insbesondere galt es, neue Prozesse in die standardisierte, verteilte Architektur von RIESGOS einpflegen, sowie die einzelnen, bereits bestehenden Systemkomponenten miteinander zu verknüpfen. Hierfür befanden sich die Teilnehmer von GFZ, 52North, AWI, TUM, geomer und DLR über eine Woche in engem, intensivem Austausch. Unter anderem wurde die Kommunikation der Komponenten optimiert, diverse Prozesse erweitert, und die Anzahl der eingebundenen Prozesse fast verdoppelt.

Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse werden für weitere Entwicklungen verwendet.

Hier wird Code geschrieben – Kollegen im Entwicklungssprint (Bildrechte: DLR e.V.)

Hier wird Code geschrieben – Kollegen im Entwicklungssprint (Bildrechte: DLR e.V.)
Gastbesuch der SHOA (Chile) zum Alfred-Wegener-Institut (AWI) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

18.07.2019

Zwischen dem 10. und 17. Juli 2019 besuchte Lieutenant Commander Carlos A. Zúñiga des Hydrographischen und Ozeanographischen Dienstes der Marine (SHOA) in Chile das Alfred-Wegener-Institut (AWI) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Projektes RIESGOS.

Zwischen SHOA, DLR, AWI und GFZ besteht eine langjährige Kooperation zu Forschungsthemen im Bereich der Tsnunami-Frühwarnung und des Risikomanagements. In Bremerhaven am AWI kamen Wissenschaftler des RIESGOS Projektes von AWI und GFZ zusammen, um die gemeinsamen Forschungs- und entwicklungsinteressen zu diskutieren. Dabei standen Themen der Tsunamimodellierung im Vordergrund. Carlos präsentierte die jüngsten Entwicklungen des von der SHOA betriebenen chilenischen Tsunami-Frühwarnsystems, in der anschließenden Diskussion wurden wichtige Themen der weiteren Zusammenarbeit identifiziert und die nächsten Schritte skizziert. Während des Aufenthalts am DLR in Oberpfaffenhofen standen die Arbeiten am Demonstrator des RIESGOS Multi-Risiko-Informationssystems im Fokus der Gespräche. Im Rahmen der Seminarreihe der Abteilung „Georisiken und zivile Sicherheit“ präsentierte Carlos die Arbeiten der SHOA, insbesondere die wichtigen Aufgaben des Nationalen Tsunami Warnzentrums (SNAM).

Präsentation des RIESGOS Demonstrators (Bildrechte: DLR e.V.)

Präsentation des RIESGOS Demonstrators (Bildrechte: DLR e.V.)
RIESGOS präsentiert sich auf der zweiten „Multi-Hazard Early Warning Conference“

14.05.2019

Die zweite „Multi-Hazard Early Warning Conference“ (MHEWC-II), die vom „International Network for Multi-Hazard Early Warning Systems“ (IN-MHEWS) in Verbindung mit der „Global Platform for Disaster Risk Reduction 2019“ organisiert wurde, zielte darauf ab, aufzuzeigen, wie die Verfügbarkeit von und der Zugang zu Multi-Hazard Frühwarn- und Risikoinformationen verbessert werden kann.

Prof. Günter Strunz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellte am 14. Mai 2019 die Arbeiten von RIESGOS vor in der Session “Big data and Space applications” vor.

UN-SPIDER führt eine technische Beratermission in Peru durch

05.04.2019

Im Rahmen seiner beratenden Unterstützungsaktivitäten führte UN-SPIDER vom 1. bis 5. April 2019 eine Technical Advisory Mission (TAM) in Peru durch, um die aktuelle und mögliche Nutzung weltraumgestützter Informationen für alle Bereiche des Katastrophenmanagements zu bewerten. UN-SPIDER ist assoziierter Partner des RIESGOS Projekts. Elisabeth Schöpfer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Projektkoordinatorin von RIESGOS war Mitglied des Expertenteams. Weitere Informationen unter: http://www.un-spider.org/news-and-events/news/un-spider-tam-peru (in Englisch).

Workshop zum Thema „Modellierung der Zuverlässigkeit kritischer Dienste bei Katastrophen“ an der Päpstlich Katholischen Universität von Chile

23.03.2019

Am 20. März 2019 an der Päpstlich Katholischen Universität von Chile ein Workshop zum Thema „Modellierung der Zuverlässigkeit kritischer Dienste bei Katastrophen“ statt. Der Workshop wurde von Kolleginnen und Kollegen der Forschungslinie „Risiko und Resilienz in komplexen Systemen und Netzwerken“ des Forschungszentrums CIGIDEN gemeinsam mit Kollegen der TU München / Engineering Risk Analysis Group organisiert. In einem Vortrag zu generischen Modellen von System in Netzwerken und Kaskadeneffekten präsentierten Prof. Daniel Straub und Hugo Rosero ihre Arbeiten im Projektkontext von RIESGOS.

Die Teilnehmer bestehend aus Forschern, nationalen Behördenvertretern, Betreibern kritischer Infrastrukturen sowie Endnutzern tauschten sich angeregt über ihre Erfahrungen aus, diskutierten die fachlichen Anforderungen und spezifizierten entsprechend Details der anstehenden Forschungsarbeiten.

CIGIDEN – RIESGOS Workshop, 20. März 2019, Santiago de Chile

CIGIDEN – RIESGOS Workshop, 20. März 2019, Santiago de Chile (Bildrechte: CIGIDEN)
3-wöchiger Feldforschungsaufenthalt am Vulkan Cotopaxi

15.03.2019

Forscher des Fachgebiets Hangbewegungen der TU München reisten im Februar/März 2019 nach Ecuador zu einem 3-wöchigen Feldforschungsaufenthalt. Nachdem sie in Quito mit den lokalen Forschungspartnern des Instituto Geofísico und des Instituto de Investigación Geológico y Energético über die anstehenden Messungen diskutiert hatten, fuhren sie zum Vulkan Cotopaxi und nutzten die ersten Tage zur Akklimatisierung und für Equipment-Tests. Danach stiegen sie jeden Tag bis zum Gletscherrand auf 5200 m auf und führten dort geophysikalische Messungen durch, bestehend aus Elektrischer Resistivitätstomographie (ERT) und Seismischer Refraktionstomographie (SRT). Obwohl jeden Tag zuverlässig zur Mittagszeit Gewitter aufzogen, konnte das Team 4 ERT- und 2 SRT-Transekte fertigstellen. Diese Messungen sollen dabei helfen, den Einfluss des Klimawandels (Gletscherrückzug) und der Permafrostdegradation auf die Entstehung sekundärer Lahare am Vulkan Cotopaxi zu antizipieren.

Forschergruppe der TU München vor dem Vulkan Cotopaxi (Bildrechte: TUM)

Forschergruppe der TU München vor dem Vulkan Cotopaxi (Bildrechte: TUM)

Vorbereitung des ERT-Equipments (Bildrechte: TUM)

Vorbereitung des ERT-Equipments (Bildrechte: TUM)

Aufstieg vom Parkplatz zum Refugio Jose Rivas (Bildrechte: TUM)

Aufstieg vom Parkplatz zum Refugio Jose Rivas (Bildrechte: TUM)

2018

Präsentation der ersten Projektergebnisse (Showcases) in Chile, Ecuador und Peru

17.12.2018

Mit Ende des ersten Projektjahres von RIESGOS wurde die zweite Delegationsreise in die Kooperationsländer Chile, Peru und Ecuador durchgeführt. Ziel der Reise war die Präsentation der ersten Projektergebnisse in Form der Showcases, welche für alle drei Länder in den entsprechenden Untersuchungsgebieten erstellt wurden. Dafür wurden dedizierte Wissenschafts- und Nutzerworkshops mit Forschungspartnern und Behörden durchgeführt. Neben der Präsentation der Ergebnisse im Rahmen von Workshops, stand auch die Stärkung der Kooperation durch bilaterale Termine im Vordergrund.

Unter den vielen Highlights war der Besuch der Pilotregion um den Vulkan Cotopaxi in Ecuador sicher eines. Das RIESGOS verbrachte drei Tage in der Region. Nach einem Workshop mit lokalen Endnutzern, fand eine zweitägige Exkursion vor Ort statt.

Exkursion in der Pilotregion im Gebiet des Vulkan Cotopaxi (Bildrechte: DLR e.V.)

Exkursion in der Pilotregion im Gebiet des Vulkan Cotopaxi (Bildrechte: DLR e.V.)
Gastwissenschaftlerbesuch von CIGIDEN (Chile) zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Technische Universität München (TUM)

16.11.2018

Zwischen dem 4. und 16. November 2018 besuchte Dr. Mauricio Monsalve vom Forschungszentrum für integriertes Katastrophen-Risikomanagement (CIGIDEN) in Chile das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Technische Universität München (TUM) im Rahmen des Projektes RIESGOS.
Während des zweiwöchigen Aufenthalts wurde der Schwerpunkt auf zwei Themen gelegt, nämlich auf Softwarekomponenten und Webprozessierungsdienste sowie kritische Infrastrukturen.
Das erste Thema wurde sowohl anhand von Präsentationen als auch in praktischen Sitzungen diskutiert. Ein dreitägiger Workshop konzentrierte sich auf das Design von Webservice-Komponenten und deren Veröffentlichung auf GITHUB, einer Code Hosting-Plattform. Für die Zeit des Workshops schloß sich Benjamin Pross von 52°North der Gruppe an.
An der Technischen Universität München präsentierte Mauricio seine Forschungsarbeiten zum Thema “Reducing disaster risk through data driven research”. Im Anschluß folgten Präsentationen der TUM Kollegen. Zudem wurde die Zeit genutzt, um Details zum geplanten gemeinsamen Workshop zu kritischen Infrastrukturen zu besprechen. Dieser Workshop wird im März 2019 bei CIGIDEN in Santiago de Chile stattfinden.

Bei der Arbeit - Web-Service-Komponenten in der Entwicklung (Bildrechte: DLR e.V.)

Bei der Arbeit - Web-Service-Komponenten in der Entwicklung (Bildrechte: DLR e.V.)
RIESGOS Jahrestreffen 2018

16.10.2018

Vom 16. bis 17. Oktober 2018 findet das erste Jahrestreffen des RIESGOS Projektes statt. Seit fast einem Jahr arbeitet das RIESGOS Team an der Forschung und Entwicklung wissenschaftlicher Methoden, um komplexe Wechselwirkungen in der Multi-Risikoanalyse besser zu verstehen und so künftigen Naturkatastrophen vorzubeugen. Neben der Vorstellung und Diskussion der Arbeitsergebnisse aller Projektpartner, steht die Präsentation der sogenannten Showcases im Vordergrund des zweitägigen Treffens. Im Forschungsprojekt wird ein iterativer Entwicklungsansatz verfolgt, um Komponenten für einen Multi-Risiko-Informations-Demonstrator zu entwickeln und die tatsächlichen Anforderungen der jeweiligen Endanwender einzubinden. In einem ersten Schritt werden Showcases erarbeitet, die anhand eines fiktiven Ereignisses die Komponenten einer komplexen Risikosituation aufzeigen. Unter dem Aspekt "Was würde passieren, wenn …?“ werden Einzelkomponenten und Funktionalitäten des geplanten Demonstrators beschrieben: ein Erdbeben löst einen Tsunami aus, der wiederum kritische Infrastruktur beschädigt. Exposition und Vulnerabilität sind dynamische Größen, die es entsprechend abzubilden gilt. Neben einer interaktiven Präsentation der angestrebten Funktionalitäten wird für einen Ausschnitt der Prozeßkette ein „Proof of Concept“ durchgeführt, um die Funktionalität von Schnittstellen zu demonstrieren und die technische Machbarkeit zu prüfen. Das diesjährige Jahrestreffen stellt einen wichtigen Meilenstein im Projekt RIESGOS dar, denn danach werden die Arbeiten in Nutzerworkshops vor Ort in Chile, Ecuador und Peru präsentiert und gemeinsam mit den südamerikanischen Forschungspartnern die nächsten Entwicklungsschritte abgestimmt.

Gruppenbild der RIESGOS-Partner beim Jahrestreffen 2018 im Earth Observation Center des DLR in Oberpfaffenhofen (Bildrechte: DLR e.V.)

Gruppenbild der RIESGOS-Partner beim Jahrestreffen 2018 im Earth Observation Center des DLR in Oberpfaffenhofen (Bildrechte: DLR e.V.)
Internationale Konferenz zu "Natural Hazards and Risks in a Changing World" an der Universität Potsdam

09.10.2018

Vom 4. bis 5. Oktober 2018 fand die Internationale Konferenz „Natural Hazards and Risks in a Changing World“ an der Universität Potsdam statt. Im Rahmen der Sitzung zu „Cascade und Multi-Hazard“ präsentierten Herr Dr. Christian Geiß vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Herr Dr. Massimiliano Pittore vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in zwei Fachvorträgen neueste Forschungsansätze und Konzepte zur Multi-Risiko Bewertung.

Chiletag des BMBF

24.09.2018

Am 20. und 21. September 2018 fand in Bonn der Chiletag des BMBF statt. Ziel der Veranstaltung war, in Deutschland tätige WissenschaftlerInnen und ExpertenInnen, die an der Kooperation mit Chile interessiert sind, untereinander zu vernetzen und Anregungen für die zukünftige Zusammenarbeit mit Chile zu geben. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

Die interessante Programmgestaltung mit Vorträgen, Ideenwettbewerben, Fachgruppentreffen und Paneldiskussionen ermöglichte einen regen Austausch mit den TeilnehmerInnen vor Ort. Durch die Vorstellung von verschiedenen Förderinstrumenten zum Ausbau von vorhandenen Kooperationen sowie dem Aufbau neuer Kontakte konnten tiefere Einblicke in die Möglichkeiten zur Förderung von Projekten gewonnen werden.

Das Projekt RIESGOS war durch die aktive Teilnahme von Dr. Torsten Riedlinger und Dr. Elisabeth Schöpfer mit Beiträgen in der Paneldiskussion und dem Workshop zu Thema „Geowissenschaften und Meeresforschung“ vertreten.

BMBF Chiletag 2018 (Bildrechte: DLR e.V.)

BMBF Chiletag 2018 (Bildrechte: DLR e.V.)
RIESGOS Teilnahme am internationalen Tsunami-Trainingsprogramm in Chile

16.08.2018

Ein internationales Tsunami-Trainingsprogramm fand dieses Jahr vom 1.-10. August 2018 in Valparaíso in Chile statt, an dem Dr. Sven Harig vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) teilnahm. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von UNESCO/IOC und wurde dieses Jahr vom chilenisch-hydrographischen Dienst der chilenischen Navy (SHOA) organisiert und ausgerichtet. Das Training deckte nahezu alle Aspekte der Tsunami- Frühwarnung ab, von der Seismologie, der Modellierung bis zur Entwicklung von sogenannten ‘Standard Operating Procedures’ (SOPs) für den Frühwarnfall. „Die internationale Vernetzung von Akteuren der Tsunami-Frühwarnzentren und Wissenschaftlern ermöglicht es neue Forschungsfragen zu adressieren, sich mit Experten auszutauschen und die Interoperabilität der Systeme und Komponenten immer weiter zu verbessern“, so der teilnehmende RIESGOS Tsunami-Modellierer Dr. Sven Harig vom AWI.

Die Tsunami-Experten und Vortragenden waren vom International Tsunami Information Center (ITIC), dem Pacific Tsunami Warning Centre (PTWC) aus Hawaii, der Intergovernmental Oceanographic Commission der UNESCO (IOC), von der Northwestern University in den USA sowie vom chilenischen Zivilschutz (ONEMI) und verschiedenen chilenischen Universitäten. Die Teilnehmer aus 12 Ländern kamen vorwiegend aus dem Pazifischen Raum und der Karibik. Neben fachlichen Vorträgen wurden konkrete Einblicke in viele Bereiche des chilenischen Frühwarnsystems geboten, etwa bei Führungen im operationellen Tsunami-Frühwarnzentrum der SHOA sowie bei einem Besuch des Zivilschutzes in Santiago. Darüber hinaus stellten alle vertretenen Länder die eigenen Entwicklungen und konkreten Umsetzungen der Tsunamifrühwarnung vor.

Bei einem Ausflug in die Region Quintero wurde die Möglichkeit geboten, in einem Feldversuch unter Leitung eines Wissenschaftlers, „mit Hacke und Spaten“ im Boden nach Tsunamisedimenten zu suchen, diese zu identifizieren und einzuordnen. Somit wurde am konkreten Beispiel der gefährdeten Regionen in Chile ein umfassender Einblick in die Aspekte der Tsunamithematik ermöglicht.

Gruppenbild vom internationalen Tsunami-Trainingsprogramm in Valparaíso, Chile

Gruppenbild vom internationalen Tsunami-Trainingsprogramm in Valparaíso, Chile

Exkursion in der Region Quintero (Chile) zur Untersuchung von Tsunamisedimenten

Exkursion in der Region Quintero (Chile) zur Untersuchung von Tsunamisedimenten
RIESGOS Feldforschung am Vulkan Cotopaxi, Ecuador

07.05.2018

Im Anschluss an die RIESGOS Auftaktveranstaltung in Quito begann für die Landslide Research Group der TU München um Prof. Michael Krautblatter, Theresa Raab und Laura Urquiola Frey ein Forschungsaufenthalt am Vulkan Cotopaxi. Als Einstieg organisierte INIGEMM (Instituto Nacional de Investigación Geológico Minero Metalúrgico) zusammen mit Vertretern des IGEPN (Instituto Geofísico de la Escuela Politécnica Nacional) und der UCE (Universidad Central del Ecuador) eine Exkursion zu den Hangbewegungen und historischen Laharen im Valle de Los Chillos, nördlich des Vulkan Cotopaxi. Ebenfalls zum Thema „Lahare“ fanden daraufhin die mehrtägigen Feldarbeiten am Vulkan Cotopaxi statt. Dabei besichtigte die Gruppe der TU München Trajektorien von rezenten Laharen und baute erfolgreich Temperatursensoren im Bereich des Gletscherrandes ein.
(für den Inhalt verantwortlich: TU München)

Feldforschung am Gletscherrand, Cotopaxi, Ecuador

Feldforschung am Gletscherrand, Cotopaxi, Ecuador

Gemeinsame Exkursion am 26. April 2018, Valle de Los Chillos, Ecuador

Gemeinsame Exkursion am 26. April 2018, Valle de Los Chillos, Ecuador
RIESGOS Auftaktveranstaltung in Quito, Ecuador

26.04.2018

Gemeinsam mit dem ecuadorianischen Wissenschaftsministerium “Secretaría de Educación Superior, Ciencia, Tecnología e Innovación (SENESCYT)” und dem ecuadorianischen Zivilschutz “Secretaría de Gestión de Riesgos” (SGR) wurde am 24. und 25. April 2018 ein 2-tägiger RIESGOS Workshop in Quito veranstaltet. Der zweite Besuch in Ecuador (die erste Reise fand im März 2017 im Rahmen der Projektanbahnung statt) stand im Zeichen des nahegelegenen Vulkans Cotopaxi und der davon ausgehenden Gefahren. Anhand eines ausgewählten Szenarios wurden komplexe Risikoverkettungen diskutiert und gemeinsame Forschungsthemen identifiziert sowie Kooperationsmöglichkeiten besprochen.

RIESGOS Workshop, 24./25. April 2018, Quito/Ecuador

RIESGOS Workshop, 24./25. April 2018, Quito/Ecuador

Meeting @ SGR, 23. April 2018, Guayaquil/Ecuador

Meeting @ SGR, 23. April 2018, Guayaquil/Ecuador
RIESGOS Auftaktveranstaltung in Lima, Peru

21.04.2018

Am 19. und 20. April 2018 organisierte das RIESGOS Konsortium einen 2-tägigen RIESGOS Workshop in Lima. Zu Workshop-Beginn berichtete der nationale Forschungsrat „Consejo Nacional de Ciencia, Tecnología Innovación Tecnológica“ (CONCYTEC) über aktuelle Forschungsaktivitäten im Kontext von Naturgefahren und Risiko in Peru. Im Anschluß präsentierte das RIESGOS Team die für die nächsten 3 Jahre geplanten Forschungsthemen und verfolgte gespannt die Vorträge von peruanischen Einrichtungen. Anschließend wurden gemeinsam mit peruanischen Forschungseinrichtungen und öffentlichen Behörden sowie Endnutzern der Projekt-Pilotregion Lima Möglichkeiten einer Kooperation diskutiert.

RIESGOS Workshop, 19./20. April 2018, Lima/Peru

RIESGOS Workshop, 19./20. April 2018, Lima/Peru

Meeting @ CISMID, 18. April 2018, Lima/Peru

Meeting @ CISMID, 18. April 2018, Lima/Peru
Besuch in der Pilotregion Valparaíso, Chile

17.04.2018

Am Montag, 16. April 2018 besuchte die RIESGOS Delegation Einrichtungen in der Projekt-Pilotregion Valparaíso. Die bedeutende Hafenstadt Valparaíso liegt ca. 120 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile am Pazifischen Ozean. Der Ballungsraum Valparaíso - Viña del Mar ist nach Santiago de Chile der zweitgrößte des Landes und hat eine große wirtschaftliche und touristische Bedeutung für Chile.

Zu Beginn stand ein Besuch bei der regionalen Desastermanagementbehörde “ONEMI Regional de Valparaíso” auf dem Programm. Anschließend diskutierte man gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universidad Técnica Federico Santa María aktuelle Forschungsthemen in Kontext Multi-Risiko-Analyse sowie Themen zur Tsunamimodellierung. Zum Abschluss wurde die Delegation vom Konteradmiral Patricio J. Carrasco und Lieutenant Commander Carlos Zúñiga vom Hydrographischen und Oceanographischen Dienst (SHOA) der chilenischen Marine empfangen. Dabei wurde eindrucksvoll der Tsunami-Frühwarnprozess, am Beispiel des Tsunamis von 2016 in Echtzeit demonstriert.

Meeting @ ONEMI Regional, 16. April 2018, Valparaíso/Chile

Meeting @ ONEMI Regional, 16. April 2018, Valparaíso/Chile

Meeting @ SHOA, 16. April 2018, Valparaíso/Chile

Meeting @ SHOA, 16. April 2018, Valparaíso/Chile
RIESGOS Auftaktveranstaltung in Santiago de Chile, Chile

14.04.2018

Die Stärkung des wissenschaftlichen Austausches und der Dialog mit südamerikanischen Nutzern standen im Vordergrund einer Delegationsreise von 18 deutschen Wissenschaftlern und Industrievertretern am Beginn des BMBF geförderten RIESGOS Projektes.

Hierfür wurde in Santiago de Chile ein 2-tägiger Workshop gemeinsam mit dem chilenischen Forschungsnetzwerk (CIGIDEN) und dem chilenischen Zivilschutz (ONEMI) organisiert. Der erste Tag des Workshops (12. April 2018) stand dabei ganz im Zeichen der vielfältigen Forschungsthemen. Gemeinsam mit Prof. Rodrigo Cienfuegos, dem wissenschaftlichen Leiter von CIGIDEN, wurde der Workshop geplant und an der Pontificia Universidad Católica de Chile (UC) durchgeführt. Am 13. April 2018 fand ein Nutzerworkshop, mit etlichen nationalen Behördenvertretern, beim chilenischen Zivilschutz (ONEMI) statt. Hierbei standen bestehende Informationssysteme, sowohl für Frühwarnung als auch für Vorsorgemaßnahmen im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden Anforderungen und Herausforderungen mit den nationalen und regionalen Nutzern dieser Systeme diskutiert, um den Beitrag von RIESGOS bestmöglich gestalten zu können.

RIESGOS – CIGIDEN Workshop, 12. April 2018, Santiago de Chile

RIESGOS – CIGIDEN Workshop, 12. April 2018, Santiago de Chile

RIESGOS – ONEMI Workshop, 13. April 2018, Santiago de Chile

RIESGOS – ONEMI Workshop, 13. April 2018, Santiago de Chile
RIESGOS präsentiert sich auf der EGU

12.04.2018

Das Projekt RIESGOS präsentiert sich auf der European Geosciences Union General Assembly 2018 in Wien, 8. – 13. April 2018.

Frau Dr. Heidi Kreibich vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ stellte die Arbeiten von RIESGOS im Rahmen der Posterpräsentation-Session vor. Weblink zum Konferenz-Abstract.

Frau Dr. Heidi Kreibich vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ.

Frau Dr. Heidi Kreibich vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ.

2017

RIESGOS Auftaktveranstaltung

07.12.2017

Am 7. Dezember 2017 wurde das Projekt RIESGOS mit einer Auftaktveranstaltung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) offiziell gestartet.
Weitere Informationen unter: Georisiken besser verstehen – die Anden im Fokus

Kickoff Meeting

Gruppenbild der RIESGOS-Partner beim Kickoff-Meeting im Earth Observation Center des DLR in Oberpfaffenhofen am 7. Dezember 2017. Quelle: DLR (CC-BY 3.0)